Dryas Verlag präsentiert Ivonne Hübner
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Noch mehr Fachbegriffe

  • Bidenhänder: Langschwert - mit beiden Händen zu halten
  • Birett: Kopfbedeckung der Prämonstratenser
  • Calefactorium: Kloster- oder Stiftsanlage: Wärmestube, geheizt mittels Heizanlage im darunter befindlichen Raum. Durch aufsteigende Warmluft wurde der Fußboden des im Obergeschoss gelegenen C. beheizt
  • Carputium: Bekleidung der Prämonstratenser; Schultermäntelchen, das bis zu den Ellbogen reicht, weiß
  • Ern: Kloster- u. Stiftsanlage: Durchgangsraum und Besucherzugang
  • Fibel: Fürspan (zu Kleidung) Vorspange, die das Niderkleid oder den Mantel am Hals zusammenhält, oft in (Gold)schmiedearbeit
  • Infirmarius: Klosterordnung; Leiter des Krankenhauses
  • Investiturstreit: (Im Roman S. 354) Bezeichnet eine tiefgreifende Krise gegen Ende des 11. Jahrhunderts, bei der es um die Abgrenzung zwischen kirchlicher und weltlicher Macht ging. Ausgehend von innerkirchlichen Reformen, die zunächst auf eine Neubegründung der Spiritualität des Glaubens angelegt waren, sollte schließlich auch der weltliche Einfluss auf die Kirche beschränkt werden. Das Investiturrecht (seit dem 10. Jh.) des deutschen Königs bzw. Kaisers, die ämter der Reichsbistümer und Abteien selbst zu vergeben, sollte eingeschränkt bzw. aufgehoben werden. Auslöser für den Investiturstreit war eine Programmschrift (1075) Papst Gregors VII. (1073 - 1085), die Kaiser Heinrich IV. das Investiturrecht auf den Mailänder Erzstuhl untersagte. Der Streit um die kaiserlichen und päpstlichen Machtpositionen fand seinen vorläufigen Abschluss im Wormser Konkordat (1122).
  • Komplet: Gebet zum Tagesabschluss (bei Zisterziensern um 19 Uhr)
  • Konverse: Gewandelte, der Welt Abgewandte; im Zisterzienserorden: Menschen, die sich im Erwachsenenalter an ein Kloster banden, ohne als Mönch einzutreten, legten drei Mönchsgelübde ab, lebten getrennt von Mönchen, waren aufgrund ihres weltlichen Vorlebens Spezialisten auf handwerklichen oder landwirtschaftlichen Gebieten
  • Prämonstratenser: Der Begründer des Prämonstratenserordens, Norbert von Xanten, stammte aus dem Adelsgeschlecht derer zu Gennep (an der Maas) und wurde zwischen 1080 und 1085 zu Xanten oder Gennep geboren. In Xanten lebte man nach den Aachener Regeln (vornehme Kleidung, fette Fleisch- und Fischspeisen, privates Eigentum, beliebiger Urlaub). Diese Erschlaffung der Zucht widerstrebte Norbert von Xanten. Norbert von Xanten wandte sich von seinem König ab (zu dem Zeitpunkt als Papst Paschalis II. durch Heinrich V. erpresst wurde, die althergebrachte ämterverwaltung beizubehalten) und widmete sich einem Leben in Buße und Enthaltsamkeit. Norbert fand Anhänger und aus Laiengesellschaften schlossen sich Kongregationen zusammen. Das züchtige und bußfertige Leben der Mönche wurde durch jährliche Visitationen überwacht. Norberts Ideal eines Gott geweihten Lebens wurde von den benediktinischen Lehren inspiriert. Die Ordensregeln des Heiligen Augustinus (s.u.) wurden zur Maxime des Lebens von Norbert von Xanten. Die Regeln implizierten u.a. ein Leben in einer Gemeinschaft und des Wanderpredigens. Auf seinen Wanderungen und kurzen Aufenthalten scheiterten alle Versuche, die Missstände in den Stiften abzuwenden und er beschloss, eine eigene Stiftsgemeinschaft zu gründen, die nach den Augustinerregeln (Armut, Keuschheit, Ehelosigkeit, geschwisterliche Liebe, Rücksichtnahme, Gehorsam, Gotteslob und gemeinsame Gebete) leben sollte. So rodete im Jahre 1120 eine Gruppe von Mönchen den Wald bei Laon im Tal von Prémontré und errichteten dort eine kleine Kirche und ein Kloster. Zu Weihnachten 1121 legten sie vor Gott ein Gemeinschaftsgelübde ab und legten damit das Fundament für die Prämonstratenser, die sich heute noch immer in Deutschland, österreich und der Schweiz finden. Lit. u.a.: N. BACKMUND Monasticon Praemonstratense sowie Geschichte des Prämonstratenserordens; C. ELM Norbert von Xanten; Th. HANDGRÄTINGER: Gesandt wie ER; W.M. GRAUWEN: Norbert, Erzbischof von Magdeburg 1126 - 1134); D. DE CLERCK Hagiologion. Lebensbilder der Heiligen, Seligen und großen Gestalten des Prämonstratenserordens.
  • Prim: Gebet zur ersten Stunde (bei den Zisterziensern um 4:30 Uhr)
  • Sakristei: Kloster- und Kirchenbau: Raum zur Aufbewahrung der Heiligen Insignien, Reliquien; üblicherweise neben dem Chor der Basilika gelegen
  • Suffragan: Jedes zu Sitz und Stimme berechtigtes Mitglied eines Kollegiums von Geistlichen, insbesondere eines Diözesenbischofs, der einem Erzbischof, dem Metropoliten untergeordnet ist. Sein Bistum ist Suffraganbistum
  • Theodisk: [germ. thiot - Volk; ahdt. Diutisc; altfränk. theudisk - dem eigenen Stamm zugehörig]; [lat. theodiscus - deutsch auf die Sprache des Stammes bezogen] «dem Volke eigen» →Welsch bedeutete dasselbe: denn auch jene, denen eine keltische oder romanische Sprache eigen war, redeten im Volksmund - aber einem fremden, dem walhisk. In vielen Rufnamen findet sich das Volk noch heute z.Bsp. Dietrich: diot - Volk, Leute + rihhi - herrschen; Dietleib = Detlef: diot + leiba - Hinterlassenschaft, Erbe; Dietfried diot + fried - Friede.
  • Vigilien: Nachtgebet (um 2 Uhr morgens bei den Zisterziensern)
     
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